Gönner Blogbeitrag Hantom AG

Jedem Gönner oder Gold-Gönner bieten wir zweimal jährlich die Möglichkeit an einen Artikel über sich, seine Produkte und Neuheiten etc. in unserem Blog zu veröffentlichen. Die einzige Vorgabe die wir machen ist, die Artikel müssen einen klaren Bezug zum Beruf des Netzelektrikers haben.

Die Hantom AG nutzt diese Möglichkeit und veröffentlicht an dieser Stelle ihren ersten Blog-Beitrag der für Netzelektriker interessant sein könnte.

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Standardisierte Warmschrumpfmuffen im EKZ-Niederspannungsnetz

Der Einsatz neuer Leitermaterialien und Kabelaufbauten stellt neue Anforderungen an Muffen und Anschlüsse für Niederspannungs-Netzkabel. Mit standardisierten Garnituren ist es möglich, die Produktevielfalt zu reduzieren und bei Logistik und Schulung die Kosten in Grenzen zu halten. Sonderlösungen entfallen so weitgehend.

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Veranlassung und Anforderungen

Alle Bereiche des Verteilnetzes werden ständig einem Optimierungsprozess unterzogen. Dabei werden sowohl die Kabelmaterialien wie auch die Prozesse in der Montage und der Logistik intensiv beleuchtet. Die Elektrizitätswerke des Kantons Zürich (EKZ) setzen seit 2010 Aluminiumkabel in der Mittelspannung ein. Auf dieser Spannungsebene haben sich auch Schraubverbinder in der Montage durchgesetzt. Im Zuge einer weiteren Optimierung haben die EKZ den Einsatz von kostengünstigeren Aluminiumkabeln im Jahr 2013 auch auf die Niederspannung ausgeweitet. Die Verwendung von Aluminiumkabeln in der Niederspannung gab den EKZ Anlass, die Montage und die Logistik auf dem Gebiet der Verbindungstechnik zu vereinheitlichen und zu optimieren. Mit der Erweiterung der Schraubtechnik auf die Niederspannung soll die Grundlage für eine starke Reduktion der benötigten Materialpositionen geschaffen werden. Die EKZ-Monteure sollen mit dem neuen Konzept nur noch fünf Schraubverbindertypen verwenden. Mit Hantom AG haben die EKZ einen weiteren geeigneten Partner gefunden, um diese zukunftsweisende Lösung umzusetzen.

 

Muffenkonzept

Als Basis für die neu konzipierte Niederspannungsmuffen (0,6/1 kV) dient die Vornorm DIN 47640. Im Wesentlichen regelt die DIN 47640 die Minimalanforderungen der zu verwendenden Warmschrumpfkomponenten sowie Abmessungen wie Schrumpfbereich, Schlauchlänge, aber auch Beschaffenheit und Abmessungen der Leiterverbindungselemente. Insgesamt sind sieben Muffengrössen für Schraubverbinder und vier Muffengrössen für Pressverbinder vorgegeben.

 

 

Aufgabe

Die Aufgabe der Ingenieure bestand darin, die vorhandenen Konstruktionen so zu ergänzen, dass die im schweizerischen Niederspannungsnetz eingesetzten Kabel verbunden, die gesetzlichenRegeln erfüllt und die in DIN 47640 definierten Vorgaben eingehalten werden können. Eine weitere Anforderung war die einfache Montage, der Einsatz bei erschwerten Platzverhältnissen und ein möglichst kleiner logistischer Aufwand.

 

Muffendesign

Die Ingenieure entschieden sich für ein Baukastensystem, das ermöglicht, aus standardisierten Modulen Verbindungsmuffen für Ceanderkabel, Vierleiterkabel mit leichter Eisenband-, Runddraht- oder Flachdraht-Armierung, aber auch Polymerkabel mit Papierbleikabeln zu verbinden. Alle Produkte wurden im Anschluss an die Installationsversuche auf der Werkbank durch umfangreiche Feldversuche getestet und optimiert. Sämtliche Erkenntnisse sind in den Installationsanleitungen berücksichtigt worden.

 

Gewählte Lösung

Das auf dem Markt breit abgestützte Evaluationsverfahren der Projektgruppe führte für die EKZ zu folgendem Ergebnis:

  • eine Verbindungsmuffe für Leiterquerschnitte 25-50 mm2 mit Pressverbinder
  • drei Verbindungsmuffen für Leiterquerschnitte 35-95 mm2, 35-150 mm2 und 95-240 mm2 mit
    Schraubverbinder
  • drei Abdichtmuffen für PPB-Kabel für Leiterquerschnitte 10-35 mm2, 50-150 mm2 und 95-
    240 mm2
  • zwei Ergänzungskits

Mit insgesamt neun standardisierten Komponenten können sowohl die standardisierten Kabel, die bei neuen Projekten zum Einsatz kommen, als auch alle Kabeltypen und Kabelaufbauten, die seit Beginn der Verkabelung von Niederspannungsnetzen verbaut wurden, verbunden werden. Auch die Forderung, ein Polymerkabel GKN 3x240Alse/95Cu mit GKN 3x25Cu/25Cu zu verbinden, wird erfüllt. Für die Querschnitte bis 50 mm2 wurde auf Grund der engen Platzverhältnisse in den Rohranlagen der EKZ die Presstechnik bevorzugt.

 

Leiterverbindung

Eine Schlüsselstelle bei universell einsetzbaren Niederspannungs- Verbindungsmuffen ist zweifelsfrei die Leiterverbindung. Mit der GPHTM D-Serie stehen standardisierte und geprüfte Niederspannungs-Schraubverbinder zur Verfügung, womit Kupfer- und Aluminiumleiter unterschiedlicher Konstruktion und Form ohne Spezialwerkzeuge verbunden werden können.

 

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Zusammenfassung

Der Einsatz von standardisierten Komponenten führt neben logistischen Einsparungen zu einem vereinfachten Schulungsaufwand für Projektleiter, Netzdesigner und Montagepersonal. Aufwändige Sonderlösungen für extreme Kabelpaarungen entfallen weitgehend. Durch das modulare „Baukastensystem“ können die Materialpositionen für Niederspannungsverbindungen bei den EKZ über 50 % reduziert werden.

 

Autoren

Nils Beckhaus
Abteilungsleiter Netzdesign & Kontrollwesen Elektrizitätswerke des Kantons Zürich
Tel.: +41 58 359 52 67 Mobile: +41 79 331 21 47 Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

Martin Zapf

Vertriebsleiter Verbindungstechnik & Energiekabelgarnituren Nexans Power Accessories Germany GmbH
Tel.: +49 9281 83 06 19 Mobile: +49 151 182 049 87 Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

Thomas Hanimann
Inhaber Hantom AG
Hantom AG – expert in cable solutions
Tel.: +41 71 660 12 20 Mobile: +41 79 636 15 84 Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

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